Wer Sánchez heute zum ersten Mal sieht, würde kaum vermuten, dass dieser Ort einmal zu den wirtschaftlich wichtigsten Plätzen der Dominikanischen Republik gehörte. Vieles davon steht noch da – allerdings nicht immer so, dass es sich sofort als Geschichte zu erkennen gibt. Alte Holzhäuser zwischen neueren Betonbauten, einzelne Relikte der Eisenbahn und die Reste der früheren Hafenanlagen erzählen von einer Zeit, in der hier Waren, Menschen und Geld in beträchtlichen Mengen unterwegs waren.
Der Ort hieß ursprünglich Las Cañitas. Am 31. Mai 1886 wurde die Siedlung zum Municipio erhoben und erhielt ihren heutigen Namen nach Francisco del Rosario Sánchez, einem der drei Padres de la Patria der Dominikanischen Republik.
Seinen eigentlichen Aufstieg verdankte Sánchez jedoch nicht einem Verwaltungsakt, sondern der Eisenbahn.
Bereits im 19. Jahrhundert suchte man nach einem Weg, die landwirtschaftlich reichen Gebiete des Cibao besser mit einem Hafen zu verbinden. Straßen waren schlecht oder fehlten vollständig, Flüsse ließen sich nur eingeschränkt nutzen, und der Transport von Kakao, Kaffee und anderen Produkten war langsam und teuer.
Im geschützten Teil lesen Sie …
… wie aus Las Cañitas die Hafen- und Eisenbahnstadt Sánchez wurde und warum sie später an Bedeutung verlor.
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