In der Nacht zum 22. September 2003 wurden die Bewohner der dominikanischen Nordküste durch heftige Erschütterungen aus dem Schlaf gerissen. Um 0:45 Uhr Ortszeit ereignete sich im Raum Puerto Plata ein Erdbeben mit einer Momentmagnitude von 6,4. Das Zentrum lag wenige Kilometer von der Stadt entfernt, nahe dem nördlichen Rand des Cibao.
Das Beben war in großen Teilen der Dominikanischen Republik, in Haiti und bis in den Westen Puerto Ricos zu spüren. In Puerto Plata stürzten einzelne Mauern und Gebäude ein, zahlreiche Wohnhäuser wurden beschädigt. Schulen, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen mussten überprüft oder vorübergehend geräumt werden. Drei Menschen kamen nach späteren Angaben ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.
Gemessen an den großen historischen Erdbeben von 1842 und 1946 war das Ereignis deutlich schwächer. Seine Folgen waren dennoch erheblich. Das lag unter anderem an älteren Gebäuden, unzureichend verstärktem Mauerwerk und Einrichtungen, die nicht konsequent nach erdbebengerechten Standards errichtet worden waren.
Dass das Beben kurz nach Mitternacht stattfand, verhinderte vermutlich eine wesentlich größere Katastrophe. Besonders mehrere Schulen erlitten schwere Schäden. Während des Unterrichts hätten sich dort Tausende Kinder und Jugendliche aufgehalten.
Der geschützten Teil beschreibt …
… die Schäden in Puerto Plata und im Cibao, die gefährdeten Schulgebäude und die Lehren aus dem nächtlichen Erdstoß.
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Quellen und Hinweise
Foto: © domrep.guide · Frank Marenbach
Grundlagen sind der überarbeitete Ereignisdatensatz des USGS, zeitgenössische Berichte von PAHO, IFRC und ReliefWeb sowie spätere wissenschaftliche Bewertungen. Frühe Meldungen können bei Opferzahlen, Epizentrum und Magnitude von später überprüften Angaben abweichen.
