- UNESCO ist nicht gleich Welterbe
- Die Kolonialstadt von Santo Domingo
- Immaterielles Kulturerbe der Menschheit
- Der Kulturraum der Bruderschaft des Heiligen Geistes der Congos von Villa Mella
- Die Tanztheatertradition der Cocolos
- Musik und Tanz des dominikanischen Merengue
- Musik und Tanz der dominikanischen Bachata
- Wissen und Praktiken rund um Herstellung und Verzehr von Casabe
- Die Biosphärenreservate
- Santo Domingo als UNESCO-Kreativstadt
- Das dominikanische Weltdokumentenerbe
- Einträge im Internationalen Register
- Taufbuch versklavter Menschen, 1636–1670
- Dokumentenerbe über Widerstand und Menschenrechte, 1930–1961
- Einträge im Regionalregister für Lateinamerika und die Karibik
- Die dominikanische Tentativliste
- Historische Städte, Siedlungen und archäologische Orte
- Die frühen Zuckerindustrien
- Präkolumbische Felskunst
- Naturgebiete auf der Tentativliste
- Welche Nationalparks besitzen einen UNESCO-Bezug?
- Häufige Missverständnisse
- Nicht jedes historische Gebäude ist eine eigene Welterbestätte
- Ein Biosphärenreservat ist kein Weltnaturerbe
- Nationalparks auf der Welterbe-Tentativliste
- Eine Tentativliste ist keine Welterbeliste
- Ein Nationalpark innerhalb eines Biosphärenreservats ist nicht vollständig UNESCO-verwaltet
- Eine UNESCO-Anerkennung garantiert keine touristische Infrastruktur
- Bedeutung der Anerkennungen
Wenn von der UNESCO und der Dominikanischen Republik die Rede ist, denken viele zunächst an die historische Altstadt von Santo Domingo. Tatsächlich ist die Kolonialstadt bislang die einzige dominikanische Stätte auf der offiziellen Welterbeliste. Der Einfluss der UNESCO reicht jedoch wesentlich weiter.
Auch Tänze, Musikstile, religiöse Traditionen und überliefertes Wissen können als immaterielles Kulturerbe anerkannt werden. Merengue und Bachata gehören ebenso dazu wie die Congos von Villa Mella, die Tanztheatertradition der Cocolos und das Wissen um die Herstellung von Casabe. Hinzu kommen zwei große Biosphärenreservate, die sehr unterschiedliche Landschaften schützen: den trockenen Südwesten rund um Jaragua, Bahoruco und den Lago Enriquillo sowie die wasserreichen Gebirgsregionen der Cordillera Central.
Darüber hinaus führt die UNESCO bedeutende dominikanische Archivbestände im Programm „Memory of the World“. Santo Domingo gehört außerdem zum Netzwerk der UNESCO Creative Cities. Eine weitere Gruppe bilden Orte, Nationalparks und historische Anlagen auf der sogenannten Tentativliste. Sie sind mögliche Kandidaten für eine spätere Aufnahme in die Welterbeliste, besitzen diesen Status bislang jedoch nicht.
Damit entsteht ein vielschichtiges Bild: Das UNESCO-Erbe der Dominikanischen Republik besteht nicht nur aus Gebäuden, sondern ebenso aus Landschaften, Musik, Tanz, religiösen Bräuchen, historischem Wissen und schriftlichen Zeugnissen. Der folgende Überblick ordnet die verschiedenen Programme ein und zeigt, was tatsächlich anerkannt ist – und was bislang nur als Kandidat geführt wird.
Im geschützten Teil lesen Sie …
… welche Stätten, Traditionen, Biosphärenreservate und Dokumentenbestände der Dominikanischen Republik von der UNESCO anerkannt sind, welche Orte nur auf der Tentativliste stehen und wie sich Welterbe, immaterielles Kulturerbe und Biosphärenreservate voneinander unterscheiden.
- + Die Kolonialstadt von Santo Domingo
- + Merengue: Geschichte, Musik und bedeutende Künstler
- + Bachata: Vom Amargue zum Weltrhythmus
- + Casabe: Geschichte und traditionelle Herstellung
- + Die Congos von Villa Mella
- + Die Guloyas und die Cocolo-Tradition
- + Nationalpark Jaragua
- + Sierra de Bahoruco
- + Lago Enriquillo und Isla Cabritos
- + Nationalpark Valle Nuevo
- + La Isabela: Die frühe spanische Siedlung an der Nordküste
- + Übersicht der Nationalparks und Schutzgebiete in der Dominikanischen Republik
Quellen und Bildnachweise
Artikelfoto: Frank, domrep.guide
Quellen:
· Enciclopedia Dominicana, 6. Auflage, 2000
· UNESCO-Länderprofil der Dominikanischen Republik mit den aktuellen Zahlen der Einträge.
· UNESCO World Heritage Centre: Kolonialstadt von Santo Domingo und dominikanische Tentativliste.
· UNESCO Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes.
· UNESCO-Programm „Man and the Biosphere“: Jaragua-Bahoruco-Enriquillo und Madre de las Aguas.
· UNESCO Creative Cities Network: Santo Domingo als Creative City of Music.
· UNESCO Memory of the World: Internationale und regionale Dokumentenregister.
· Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen der Dominikanischen Republik: Schutzgebiete und Biosphärenreservate.
